Arbeitspakete

AP1: Management und Organisation

Dieses Arbeitspaket umfasst alle administrativen und organisatorischen Maßnahmen, die zu einer erfolgreichen, effizienten und nachhaltigen Durchführung des Projektes beitragen.

AP2: Anwendungsfälle und Anforderungen

In diesem Arbeitspaket wird ein Gesamtbild der Grundlagen hinsichtlich der technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Aspekte bei der Anwendung der Aggregationsplattform gezeichnet. Darauf aufbauend werden Anwendungsfälle definiert und mögliche Geschäftsmodelle für unterschiedliche Zielgruppen identifiziert.

AP 3: Systemanalyse und Bewertung

In diesem Arbeitspaket werden die Grundlagen für eine mögliche Feldstudie oder anderweitige reale Testmöglichkeiten der Plattform gelegt. Das potenzielle Testgebiet in Riemerling bei München wird analysiert hinsichtlich der Gegebenheiten und Möglichkeiten für einen Feldtest. Neben der eigentlichen Bestandsaufnahme bei der unter anderem auch die Besitzverhältnisse sowie die Verfügbarkeit und Nutzungsmöglichkeiten von Daten erfasst werden, werden auch initiale Analysen bezüglich des energetischen Potenzials durchgeführt. In diesem Zuge werden Messdaten aus dem laufenden Betrieb erhoben und ausgewertet. Außerdem erfolgen konzeptionelle Planungen für einen Einsatz der MEMAP und möglicherweise notwendige Neuinstallationen. Des Weiteren werden Funktionstests und Simulationsläufe des Regelungsalgorithmus der Aggregationsplattform im CoSES Labor der MSE an der TU München vorbereitet. Es werden Konzepte für die Umsetzung der Kommunikation und Regelung zwischen der Plattform und den emulierten Gebäuden im Labor entwickelt. Die Infrastruktur für die Umsetzung dieser Konzepte wird geschaffen. Ferner werden verschiedene Testszenarien erarbeitet und die notwendigen Lastverläufe, Co-Simulationen etc. vorbereitet. Hierbei wird auch eine Parametrisierung basierend auf Messdaten aus dem Testgebiet in Riemerling berücksichtigt.

AP4: Entwicklung der Softwareplattform

Dieses Arbeitspaket befasst sich mit der technischen Realisierung der Multi- Energie Management und Aggregations Plattform und deren Anbindung an verschiedene Endsysteme. Unter Federführung der MSE, zusammen mit der fortiss GmbH und anderen Partnern werden passende mathematische Modellierungs- und Abstraktionsansätze für die abzubildenden Energiesysteme- und Komponenten erarbeitet. Basierend darauf werden geeignete mathematische Optimierungsverfahren entwickelt und softwaretechnisch umgesetzt. Diese bilden den Kern der Plattform. Dabei müssen Sicherheitsanforderungen beachtet und umgesetzt, Module der Plattform definiert und implementiert, lokale EMS erweitert und angebunden sowie alle entwickelten Komponenten auf ihre Funktionsfähigkeit hin getestet werden. Die Kommunikationsfähigkeit der Plattform mit verschiedenen Endsystemen, wie z.B. lokalen EMS wird basierend auf OPC-UA konzeptioniert und implementiert.

AP5: Benutzerschnittstellen und mobile Anwendungen

In diesem Arbeitspaket werden Human-Machine-Interfaces (HMIs) entwickelt zur Interaktion verschiedener Anwender mit dem lokalen EMS und / oder der Plattform und daran angebundener Peripherie. Sie können kontextspezifisch einen unterschiedlichen Zweck erfüllen: Überblick über das Gesamtsystem, komfortable Eingriffsmöglichkeit für eingeschränkte Anpassungen im System, Monitoring, Datenquelle, Einbindung des Anwenders und Schaffung von Teilhabe und Verständnis bei diesem.

AP6: Simulation und Funktionsvalidierung

Dieses Arbeitspaket beschäftigt sich zum einen mit der Kopplung der MEMAP-Plattform mit BIM-basierte Lösungen, zum anderen mit der potenziellen Nutzung der Plattform als Planungstool basierend auf Simulationen. Über die Kopplung der MEMAP-Plattform mit BIM-basierte Lösungen wird die Konfiguration und Parametrisierung der in der Plattform hinterlegten Modelle automatisiert und damit erleichtert. Hierfür müssen die geeigneten Schnittstellen konzeptioniert und entwickelt werden. Durch die Nutzung der MEMAP-Plattform mit Simulationen statt mit realen Bestandsanlagen im Betrieb können verschiedene Konfigurationen und Szenarien effizient berechnet und analysiert werden. Die Plattform kann somit als Planungstool z.B. für eine mögliche Ausbauplanung fungieren. Hierfür wird eine entsprechende Simulationsumgebung entwickelt.

AP7: Implementierung und Feldteststudien

Umsetzung der erarbeiteten Konzepte und Einsatz der entwickelten technischen Lösungen für einen optimierten Energieverbund in einem der vorgestellten Testgebiete (CoSES-Labor). Damit wird eine erste Erprobung der MEMAP Plattform in der Praxis möglich. Ziel ist die Weiterentwicklung der Plattform hin zu einem optimierten Werkzeug für den Betrieb eines ganzheitlichen Energieverbundes. Dazu werden die Daten in einem geeigneten Format für die Analyse und anschließende Bewertung aufgezeichnet.

AP8: Analyse und Bewertung der wirtschaftlichen, sozialen und umweltspezifischen Aspekte

In diesem Arbeitspaket werden relevante Energiekriterien erarbeitet anhand derer sowohl die Ergebnisse der Simulation als auch die aufgezeichneten Daten aus den Labor-/Feldversuchen evaluiert werden können. Im weiteren Verlauf findet die Bewertung und Interpretation der Ergebnisse statt, wobei zwischen verschiedenen Optimierungszielen zu differenzieren ist. Basierend auf den Ergebnissen der Analysen lassen sich Wirtschaftlichkeitsberechnungen anstellen um neben der Energieeffizienz Aussagen über die ökonomischen Aspekte machen zu können. Abschließend sollen potenzielle Benutzer der Plattform befragt werden um die Akzeptanz und den Nutzen der MEMAP Plattform zu ermitteln.