Masterstudiengang Human Factors Engineering

Modularer Ergonomieprüfstand am Lehrstuhl für Ergonomie der TUM. (Bild: Uli Benz/TUM)

Der Masterstudiengang Ergonomie - Human Factors Engineering (HFE) verfolgt das Ziel, Studierende interdisziplinär für die Erstellung, Implementierung und Bewertung zukünftiger Konzepte für die Interaktion zwischen Mensch und Technik in verschiedenen Anwendungsfeldern auszubilden.

Der insgesamt 120 ECTS umfassende Studiengang wird mit dem Master of Science abgeschlossen. Weitere Informationen für Studieninteressierte sind im Folgenden aufgeführt. Dort finden Sie Informationen zur Bewerbung, zu den Voraussetzungen und zum Eignungsverfahren.

Bewerbung

Bewerbungszeitraum für das Wintersemester: 01. April bis 31. Mai
Bewerbungszeitraum für das Sommersemester: 01. November bis 15. Januar

Die Bewerbung erfolgt zunächst elektronisch über TUMonline. In den nachfolgenden Schritten werden Sie aufgefordert, Ihre Bewerbungsunterlagen auch in Papierform an der TU München einzureichen.

Nach Abschluss der Onlinebewerbung erhalten Sie in TUMonline eine Liste mit den angeforderten Dokumenten. Dort sehen Sie u.a., ob es sich um zulassungsrelevante oder immatrikulationsrelevante Dokumente handelt.

Reichen Sie den unterschriebenen Antrag und alle zulassungsrelevanten Dokumente bis zum Ende der Bewerbungsfrist am 31.05. für das Wintersemester bzw. am 15.01. für das Sommersemester ein. Sollten Ihnen einzelne Dokumente bis zu diesem Zeitpunkt nicht vorliegen, können Sie diese bis zum 15.08. für das Wintersemester bzw. 15.02. für das Sommersemester nachreichen.

Alle immatrikulationsrelevanten Dokumente sind bis zum 15.08. für das Wintersemester bzw. bis zum 15.02. für das Sommersemester einzureichen.

Sollten Ihnen einzelne immatrikulationsrelevante Dokumente bis zu diesem Zeitpunkt nicht vorliegen, können Sie diese bis 5 Wochen nach Vorlesungsbeginn nachreichen. Bitte beachten Sie, dass Sie erst immatrikuliert werden, wenn alle Dokumente vorliegen.

Sie müssen ein Begründungsschreiben in deutscher Sprache (max. 1-2 DinA-4 Seiten) und eine Zusammenfassung der Bachelorarbeit (max. 1 Seite) einreichen. Die Bewertungskriterien zu beiden Texten finden Sie in Punkt 51.1.3 und 5 der Anlage 2 der FPSO zum Studiengang HFE. Bitte beachten Sie diese Kriterien bei der Erstellung der Texte.

Falls Sie die Qualifikationsvoraussetzungen aufgrund fehlender Leistungen in drei der genannten Fächergruppen nicht erfüllen, empfehlen wir den Besuch entsprechender Vorlesungen bereits im Bachelorstudium oder als Modulstudium. Genauere Informationen und Fächervorschläge erhalten Sie bei unseren Ansprechpartnern.

Voraussetzungen

Als Voraussetzung zur Bewerbung für den Studiengang ist Folgendes notwendig:

  • Einen an einer in- oder ausländischen Hochschule erworbenen, mindestens sechssemestrigen, qualifizierten Bachelorabschluss oder einen mindestens gleichwertigen Abschluss in den Studiengängen Maschinenwesen, Elektrotechnik, Informatik, Architektur, Sportwissenschaft, Erziehungswissenschaften, Psychologie oder vergleichbaren Studiengängen sowie durch den Nachweis des zweiten Abschnitts der ärztlichen Prüfung im Studiengang Medizin
  • Bestandene Modulprüfungen aus mind. drei der folgenden sechs Fächergruppen mit jeweils mindestens 4 Credits: Forschungsmethodik, Mechanik, Konstruktion, Mathematische Grundlagen, Grundlagen der Programmierung, Kognitionswissenschaftliche Grundlagen. (Im Rahmen des Studiengangs ist die Leistung aus einer vierten der genannten Fächergruppen nachzuweisen, wenn nichts Entsprechendes vorliegt.)

Eignungsverfahren

Alle Bewerber, welche die Qualifikationsvoraussetzungen erfüllen, nehmen am zweistufigen Eignungsverfahren teil.

Erste Stufe

Im Rahmen der ersten Stufe des Eignungsverfahrens wird eine Bewertung anhand folgender Kriterien durchgeführt:

  • Durchschnittsnote der besten 140 Credits im Bachelorstudium (Achtung: Bachelor's Thesis wird nicht berücksichtigt)
  • Bonus für die besten 10 bzw. 20%
  • Kurzzusammenfassung der Bachelor's Thesis (hier erfolgt die Bewertung hinsichtlich wissenschaftlicher Kriterien und nicht hinsichtlich experimentellem oder theoretischem Charakter)
  • Praktische Erfahrungen im Bereich Ergonomie
  • Motivationsschreiben

Kandidatinnen und Kandidaten mit sehr guten bis guten Ergebnissen werden direkt zugelassen, Personen mit durchschnittlichen bis schlechten Ergebnissen erhalten eine Ablehnung.

Alle diejenigen Personen, für die in der ersten Stufe kein eindeutiges Ergebnis ermittelt werden kann, durchlaufen die zweite Stufe des Eignungsverfahrens.

Zweite Stufe

Im Rahmen der zweiten Stufe des Eignungsverfahrens wird eine Bewertung anhand folgender Kriterien durchgeführt:

  • Durchschnittsnote der besten 140 Credits im Bachelorstudium (Achtung: Bachelor's Thesis wird nicht berücksichtigt)
  • Bonus für die besten 10 bzw. 20%
  • Kurzzusammenfassung der Bachelor's Thesis (die Bewertung erfolgt hier hinsichtlich wissenschaftlicher Kriterien und nicht hinsichtlich experimentellem oder theoretischem Charakter)
  • Eignungsgespräch

Eignungsgespräche

In der zweiten Stufe des Eignungsfeststellungsverfahrens wird der Bewerber/die Bewerberin zu einem persönlichen Gespräch von mindestens 20 und höchstens 30 Minuten je Bewerber mit einem Professor/einer Professorin an den Campus nach Garching eingeladen.

Der Termin des Gesprächs ist verpflichtend und wird dem Bewerber/der Bewerberin nach der Vorauswahl mindestens eine Woche vorher per E-Mail mitgeteilt. Ein Anspruch auf einen Wunschtermin oder auf Verschiebung des zugeteilten Termins besteht nicht.

Bewerbern und Bewerberinnen wird dringend empfohlen, regelmäßig Ihre E-Mails (evtl. auch Spam-Ordner) zu kontrollieren, da die Gesprächseinladungen elektronisch versendet werden.

Für die Bewerbung zum Sommersemester gibt es in der Regel Termine im Dezember, dann Mitte Januar und Februar und Anfang März. Für die Bewerbung zum Wintersemester gibt es in der Regel Termine im Juni, Juli, August und Anfang bis Mitte September.

Bei Bedarf können kurzfristig weitere Termine anberaumt werden.

Die Eignungsgespräche für die Bewerbungen finden je nach Eingang aller Unterlagen statt.

Bewerbungsunterlagen

Nach Abschluss der Onlinebewerbung erhalten Sie in TUMonline eine Liste mit den angeforderten Dokumenten. Dort sehen Sie u.a., ob es sich um zulassungsrelevante oder immatrikulationsrelevante Dokumente handelt.

Moderne technische Produkte und Prozesse zeichnen sich dadurch aus, dass sie

  • den Menschen möglichst effizient unterstützen,
  • einfach und komfortabel in der Anwendung sind und
  • auch längerfristig gesehen, keine schädlichen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt haben.

Dies zu realisieren, wird erschwert durch den Trend hin zu immer größerer Funktionsvielfalt und Leistungsdichte der technischen Produkte und Prozesse. Dabei stellen die Gesellschaft und der moderne Mensch immer höhere Anforderungen an Komfort, Sicherheit und Gesundheit im Umgang mit der Technik. Keine Wissenschaftsdisziplin kann vor diesem Hintergrund noch beanspruchen, dieses komplexe Zusammenspiel von teilweise konkurrierenden Anforderungen allein behandeln zu können. Eine interdisziplinäre Vernetzung der Ingenieurswissenschaften, der Informatik, der Psychologie, der Medizin, der Bewegungs- und Gesundheitswissenschaft – um nur die bedeutsamsten zu nennen – ist notwendig. Der Studiengang Ergonomie – Human Factors Engineering soll Experten heranbilden, die in der Lage sind, diese Zusammenführung zu bewerkstelligen.

AbsolventInnen sind für integrative Forschung ausgebildet, in der Lage wissenschaftliche und praktische Expertise zu verbinden und über die Wechselwirkungen zwischen Technik und sozialen Systemen zu reflektieren.

Die Nachfrage nach Personen mit Expertise in der Disziplin Human Factors steigt stetig an. Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiengangs Ergonomie – Human Factors Engineering können in einer Vielzahl von techniknahen Berufsfeldern eine Perspektive finden. Dazu gehören Tätigkeiten in folgenden Bereichen:

  • Forschung und Entwicklung im Bereich der Mensch-Maschine-Interaktion und Arbeitswissenschaften (z.B. in Form der Computermodellierung und Simulation von Mensch-Maschine-Systemen mit Transfer von Erkenntnissen)
  • Entwicklung, Gestaltung und Evaluation technischer Produkte, Konsumgüter, Sport-/Freizeitartikel, Software und Websites (Ergonomie/Usability) in Leitungsfunktionen sowie in der Konzeptentwicklung und Produktprüfung (z.B. Fahrsimulator und Usability Labor)
  • Beratung bei der Arbeitsplatzgestaltung oder der Entwicklung komplexer Mensch-Maschine-Systeme (z.B. Leitwarten, Produktionsmaschinen, Werkzeugmaschinen, Investitionsgüter, Flugzeug- und Fahrzeugcockpits etc.) in Konzept- und Designabteilungen
  • Interaktionsgestaltung für mobile Endgeräte, Informations- und Kommunikationsmedien
  • Sicherheitsmanagement in Organisationen mit hohem Gefährdungspotenzial (z.B. Kraftwerke, Flugbetrieb, Chemieanlagen, Krankenhäuser) im Bereich Berufsgenossenschaften, Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit
  • Standardisierung und Normenarbeit
  • Begutachtungstätigkeit in der Produkt- und Systemzertifizierung