Was ist Geothermie?

Energie aus dem Erdinneren


Der Begriff Geothermie kommt aus dem Griechischen („gé" = Erde und „thermós" = warm), wörtlich übersetzt bedeutet er Erdwärme.

Geysir in the Haukadalur valley, Iceland. Credit: James Levine (distributed via imaggeo.egu.eu)
Geysir in the Haukadalur valley, Iceland. Credit: James Levine (distributed via imaggeo.egu.eu)

Das Innere der Erde ist heiß, wie Vulkane, Geysire und heiße Quellen zeigen. Unter unseren Füßen schlummert ein gewaltiges Energiepotenzial.

In der Tiefengeothermie wird die in den obersten Kilometern der Erdkruste gespeicherte Wärmeenergie genutzt.

Thermischer Aufbau des Erdkörpers (Foto: GFZ)
Thermischer Aufbau des Erdkörpers (Foto: GFZ)

Im Erdinneren herrschen Temperaturen um die 5000 bis 6000 Grad Celsius. Natürlich gibt es regionale Unterschiede, in den meisten Regionen der Erde liegen die Temperaturen in 3 - 5 Kilometern Tiefe jedoch immer noch bei 90 - 150 Grad Celsius. Das entspricht dem mittleren geothermischen Gradienten von 3 Grad Celsius Temperaturzunahme pro 100 Meter Tiefe.

Aufgrund des Zerfalls natürlich vorkommender radioaktiver Elemente im Erdmantel, steigt ein stetiger Strom an Wärmeenergie aus dem Erdinneren in Richtung Erdoberfläche. Diese Wärme wird im Gestein und in tiefliegenden Grundwasservorkommen gespeichert. Durch Tiefenbohrungen können diese Reservoire erschlossen werden. Hierbei ergeben sich natürlich viele Forschungsfragen, unter anderem zur Bohrtechnik oder zur Erhöhung der Fündigkeitswahrscheinlichkeit der Bohrungen. Ist ein Reservoir erschlossen, ist es wichtig, eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wärmevorkommen sicher zu stellen.

Ziel der Forschung der Geothermie-Allianz Bayern ist es, die in der Erdkruste gespeicherte Wärmeenergie über lange Zeiträume nachhaltig und wirtschaftlich nutzbar zu machen.